Ein Zuhause für Waisenkinder in Burundi

Sr. Godelive mit Kindern


Burundi ist einer der kleinsten Staaten Afrikas. Auf einer Fläche die etwa einem Drittel Österreichs entspricht, leben knapp 11 Millionen Menschen, davon drei Viertel unter der Armutsgrenze. Ursache dafür ist der nach der Unabhängigkeit Burundis 1962 ausgebrochene Konflikt um die politische Vorherrschaft im Land, der 2015, nach knapp 10-jähriger Unterbrechung, wieder aufgeflammt ist.

Drei Waisenhäuser

Knapp die Hälfte der Bevölkerung in Burundi ist unter 15 Jahre alt, die meisten von ihnen haben nur eine Mahlzeit am Tag. Aufgrund der großen Armut können viele Eltern ihre Kinder nicht ausreichend ernähren.

In den vom regionalen Schwesternorden „Neues Leben für die Versöhnung“ betriebenen Waisenhäusern finden Kinder und Waisenkinder ein liebevolles Zuhause. Meist sind die Kinder nur ein paar Monate hier, ihre Eltern sind zu arm, um ihnen ausreichend Essen zu geben. Sie werden im Waisenhaus aufgepäppelt, bis sie wieder kräftig genug sind und ins Elternhaus zurückkehren können.

Aber viele Kinder sind aufgrund von Krankheit, Krieg, oder Migration ohne Eltern; sie bleiben länger und werden nach Möglichkeit später in Pflegefamilien untergebracht, wo sie dann langfristig leben können und es ihnen gut geht.

Nahrung für die Kleinsten

2016 wurden in den Einrichtungen von Sr. Godelive und ihrem Orden rund 500 Kinder mit nahrhaftem Essen versorgt. Gerade die jüngsten Kinder sind oft stark unterernährt, manche sind auch HIV-infiziert, weshalb eine verträgliche und nährstoffreiche Nahrung von großer Bedeutung ist.

Babys und stark geschwächte Kleinkinder erhalten eine spezielle Aufbaunahrung auf Milchbasis, die größeren Kinder bekommen einen gezuckerten Brei aus Sojabohnen, Maismehl und Bananen.

Hohe Lebensmittelpreise

Bisher mussten die Schwestern die notwendigen Lebensmittel am lokalen Markt einkaufen und waren von schwankenden und vor allem sehr hohen Preisen und unregelmäßigem Angebot abhängig - und deshalb in zweiter Linie auch wieder von Spendengeldern, die den Kauf dieser Lebensmittel erst ermöglichten.

Gemüse- und Obst-Anbau

Dies soll nun anders werden: Auf einem 26 Hektar großen Areal in Kavumu, südlich von Gitega, haben die Schwestern begonnen, Gemüse und Früchte anzubauen. Da reihen sich Erdäpfel an Bananen und Avocados, Maracujas an Ananas. Fällt die Ernte gut aus können sich die Waisenhäuser zu einem guten Teil selbst versorgen, die Zukäufe haben sich reduziert. Durch die Bebauung der noch brachliegenden Felder soll der Eigenbedarf der Häuser in Zukunft ganz abgedeckt werden. Eventuelle Überschüsse können an Pflegefamilien, die Waisenkinder zu sich aufgenommen haben, weitergegeben und sogar auf dem Markt verkauft werden und so zur Selbstfinanzierung beitragen. Ein großer Schritt in Richtung Autonomie!

Waisenkinder in Burundi

30 Euro ermöglichen einem Waisenkind Unterkunft und Verpflegung für einen Monat.

  • Landwirtschaft in Burundi © Caritas

  • Mütter in Burundi © Caritas

  • Mutter in Burundi © Caritas

  • Frauen bei der Arbeit am Feld

    Burundi Landwirtschaft für Kinder © Caritas

  • Waisenkinder in Burundi

    Waisenkinder in Burundi © Caritas

  • Landwirtschaft in Burundi
  • Zwei Mütter mit ihren Babys
  • Eine Mutter mit einem unterernährten Baby
  • Frauen bei der Arbeit am Feld
  • Waisenkinder in Burundi

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